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Linde untergewichten 15.11.2002
Helaba Trust
Die Analysten von Helaba Trust stufen die Aktie der Linde AG (WKN 648300) weiter mit "untergewichten" ein.
Das Leistungsspektrum von Linde umfasse Technische Gase/Anlagenbau (Anteil am Auftragseingang 2001: 55%), Fördertechnik (35%) und Kältetechnik (10%). Bei technischen Gasen nehme das Unternehmen weltweit den vierten Rang ein. Im Anlagenbau verfüge der Konzern als Weltmarktführer bei Wasserstoffanlagen unbestritten über ein Zukunftssegment. Auch bei Flurförderzeugen (vor allem Gabelstapler) und Kühlmöbeln (Ladeneinrichtungen für Lebensmittelhandel) würden die Wiesbadener zur Weltspitze zählen. Hier schlage sich die Zyklik wesentlich stärker nieder. Angesichts der anhaltend schwachen Profitabilität stelle sich nunmehr verstärkt die Frage, ob die Kältetechnik auch unter dem neuen Vorstand (ab 1.1.2003) ein Kerngeschäft bleibe.
Das operative Ergebnis (EBITA) des dritten Quartals habe mit 154 (Vorjahr 195) Mio. EUR unter den Erwartungen gelegen. Während Technische Gase (160 nach 149 Mio. EUR) die Marge erfreulicherweise wieder hätten steigern können, seien alle anderen Geschäftsbereiche empfindlich zurück gefallen. Insbesondere die Kältetechnik habe mit ihren Kostensenkungen dem rasanten Preisverfall hinterher gehinkt. Vor diesem Hintergrund sei ein neues Restrukturierungsprogramm gestartet worden, wodurch bis Ende 2004 weitere 25 Mio. EUR (3% vom Umsatz) eingespart werden sollten. Auch bei Gasen und in der Fördertechnik würden die Kosten bis dahin kräftig gesenkt (jeweils rund 3,5% vom Umsatz). Die 2002er Einmalaufwendungen dürften etwa 100 Mio. EUR betragen.
Die Maßnahmen würden ein Schlaglicht auf die schwindenden Wachstumsperspektiven im kommenden Jahr werfen, womit Linde nahtlos an die jüngsten Ausblicke anderer Industrieunternehmen anknüpfe. Zwar dürfe 2003 dank positiver Auswirkungen des Schuldenabbaus mit einem höheren Gewinn gerechnet werden. Das operative Wachstum bleibe jedoch angesichts stagnierender oder sogar noch leicht rückläufiger Absätze sowie Belastungen aus der Parallelfertigung alter und neuer Stapler-Modelle bescheiden. Daraus errechne sich ein fairer Wert von nur noch 40 EUR je Aktie. Aufgrund wiederholt enttäuschter Erwartungen werde sich die Notierung auf absehbare Zeit wohl unterhalb dieser Marke bewegen.
Die Analysten von Helaba Trust raten daher, die Aktie der Linde AG weiter unterzugewichten.
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